New Hope School und Aggies Baby Home Uganda – Erfahrungsbericht

Mein Name ist Meike, ich bin 24 Jahre jung und möchte dir hier von den Erfahrungen meines sechswöchigen Aufenthalts in Uganda erzählen. Ich bin gelernte Medizinische Fachangestellte und habe in Freiburg Berufspädagogik im Gesundheitswesen studiert. Seit Beginn meines Studiums erhoffte ich mir, Auslandserfahrungen zu sammeln, um mein Wissen und meine Möglichkeiten sinnvoll einsetzen zu können.

Vorher

Ich trat ich in Kontakt mit der Organisation Terra Varietas, wobei mir Ann-Kathrin Uhlmann kompetent für Fragen rund um den Aufenthalt zur Seite stand. Gemeinsam legten wir Ziele für die Zeit in Uganda fest. Hierbei lag der Fokus auf dem Unterrichten und Vermitteln von Gesundheitsaspekten (HIV, Infektionen, Gesundheitsförderung), dem Unterrichten der Mütter in Aggies Baby Home (Hygiene und Kinderkrankheiten), sowie der Mithilfe bei täglichen Aufgaben mit den Kindern. Zur Vorbereitung zählten unter anderem das Beantragen eines Visums, die Gelbfieberimpfung, als Pflicht für die Einreise, die Auffrischung von Tetanus, sowie Hepatitis und die Malaria Prophylaxe. Bei der R+V Versicherung schloss ich eine Auslandskrankenversicherung ab. Der Unterricht sollte auf Englisch stattfinden, weshalb ich im Voraus Inhalte übersetzte und vorbereitete. Über die Bedingungen vor Ort war ich mir unsicher, weshalb ich viele Stationsarbeiten präparierte, Gruppenaufgaben, Bilder und Texte ausdruckte und Diverses einlaminierte.

Vor Ort

Die Menschen im Projekt empfingen mich sehr herzlich. Ich wurde von Ben und zwei Müttern vom Flughafen abgeholt und ins Gästehaus gebracht. Die Schule und das Baby Home befinden sich auf einer schön angelegten Grünfläche, welche von einem Security bewacht wird. Das Zimmer war sehr geräumig, man hat ein eigenes Badezimmer und eine angrenzende Küche, wo man sich selbst auch etwas kochen kann. Die ersten Tage vor Ort konnte ich zum Ankommen und Orientieren nutzen. Zum einen war ich sehr begeistert von der Schönheit der Natur, zum anderen geschockt von der Armut des Landes. Für mich war es zunächst eine große Herausforderung, die Eindrücke zu verarbeiten und mich auf die Arbeit zu konzentrieren.

Mit Ben, dem ugandischen Verantwortlichen der Schule vor Ort, erstellte ich einen Unterrichtsplan für verschiedene Klassen und Themen. Hier ein Wochenplan mit Unterrichtseinheiten meiner Arbeit an der Schule:

23.07.

24.07.

25.07.

26.07.

01.08.

02.08.

03.08.

Activity, Health, Sleep (4-5 years old children)

 

Body Parts (9-11 years old children)

 

Scelleton and Heart (11-13 years old children)

Digestive System (9-10 years old children)

 

Blood Pressure, First Aid, Bondage (12-14 years old children)

Menstruation and HIV (10-11 years old children)

 

 

HIV and Menstruation (12-14 years old children).

First Aid

(14-16 years old children)

Supervision during the exams in highschool

 

Die Räume der Schule hatten weder Lampen, noch Stromanschlüsse zur Verfügung. In einem großen Raum, welcher oft für Gottesdienste genutzt wird, konnte ich die Steckdose der Schule für Präsentationen nutzen. Den Projektor hatte ich im Vorfeld organisiert und selbst mitgebracht.

Die Arbeit mit den SchülerInnen war sehr schön, alle sind sehr begeisterungsfähig und freuen sich über Neues. Oft rannten die Kinder mir nach, riefen meinen Namen und begleiteten mich in Scharen über den Schulhof. Alle mochten gerne einmal von der „Muzungu“, der weißen Frau unterrichtet werden. Zwei Lehrkräfte unterstützten mich in meinen Vorhaben und halfen mir bei der Umsetzung. Alle sind sehr interessiert und möchten gerne mehr von einem erfahren.

Im Babyhome unterstützte ich die Mütter bei der täglichen Arbeit und unterrichtete sie im Hinblick auf Hygiene und Gesundheit. Sie kümmerten sich liebevoll um mein Wohl und waren unheimlich dankbar für jede Hilfe, sei es beim Putzen, Kochen, Windeln wechseln oder der Arbeit im Garten. Wenn gerade wenig zu tun war, spielte ich mit den Kindern im Hinterhof Fußball – oder wir malten gemeinsam.

Mit dem Motorradtaxi fuhr ich einige Male gemeinsam mit einer Mutter in das 5-minütig entfernte Dorf Kasenge, um Obst, Brot oder ab und an mal Bier einzukaufen. Am Ende meines Aufenthalts besuchte ich den Äquator und machte eine Bootsfahrt auf dem Nil. Allgemein verbrachte ich meine Zeit mit den Müttern und den Kindern des Waisenhauses, wie in einer Familie zusammen.

Zum Schluss

Der Abschied fiel mir sehr schwer, denn alle sind mir unheimlich ans Herz gewachsen.

Der Aufenthalt in Uganda war die bisher schönste und lehrreichste Erfahrung meines Werdegangs. Wenn du vor hast, dich selbst einzubringen, die Liebe von wundervollen Kindern zu erfahren, dich verwirklichen zu können und etwas für das Leben dazu zu lernen, dann bist du hier genau richtig. Gerne würde ich wieder zurück kommen.

Vielen Dank und liebe Grüße,

Meike